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Zunächst ist hier die Overtüre aus „Der Kalif aus Bagdad“ vom Mozartzeitgenossen Boieldieu zu nennen. Hier traten das Klarinettenregister und das Flötenregister hervor. Mit leichter Zunge entführten sie die Zuhörer in den Orient. Zwei Sätze „Aus der Neuen Welt“ von Dvoriak hatte Josef Retter ebenfalls eingeübt. Im Largo, wo er sein Orchester als Solosaxophonist unterstützte, zeigte es sich von einer ruhigen, melodiösen Seite, die im Kontrast zum anschließenden Finale stand. Das Finale hatte Josef Retter dem Orchester in einer eigenen Bearbeitung auf den Leib arrangiert, und so konnten die einzelnen Register in dem imposanten Werk glänzen.
Ein weiterer Höhepunkt in der ersten Konzerthälfte war „Trumpet Blues and Cantabile“, bei dem Freunde des Swings auf ihre Kosten kamen. Das fünfköpfige Trompetenregister entlockte seinen Instrumenten die kühnsten Töne in einem atemberaubenden Tempo und einer unvergleichlichen Präzision, gepaart mit einem hohen Maß an Spielfreude. Der Rest des Blasorchesters war hier nur untermalendes Beiwerk.
Erstmals unterstützte ein Sänger das Orchester. Mit Alexander Ahner hatte man einen ausdrucksstarken Sänger gefunden, der das Publikum mit Hits von Peter Maffay in seinen Bann zog. Der Rocktitel „Eiszeit“ intonierte er genauso gekonnt wie den bekannten Ohrwurm „Nessaja“ aus Tabaluga.
Der zweite Konzertteil startete mit einem Medley über die Filmmelodien der „Star Wars“-Reihe. Das Arrangement entstammt der Feder des Dirigentn Josef Retters und so wurde nicht nur die Eröffnungsfanfare dargeboten, sondern auch der Swing der Cantina Band auf dem Planeten Tatooine. Weiter ging es mit einem Werk des bekannten Komponisten Otto M. Schwarz, bei dem das Publikum auf eine kurzweilige Weltreise in 80 Tagen ging. Plastisch zeichnete das Orchester die Reisestationen nach und so ertönten Elefantenlaute und die Turmuhr des Big Bens in der Wetterauhalle. Bei den melancholischen Titeln „Libertango“ und dem „Wolgalied“ zeigte sich das Orchester von seiner gefühlvollen Seite.
Anschließend stand wiederrum ein Stilbruch auf dem Programm, man widmete sich wieder der Filmmusik und entführte die Konzertbesucher mit „Star Trek“ auf das Raumschiff Enterprise und mit dem Cembalothema aus „Miss Marple“ in die Anfänge der Kriminalfilme.
Zum Ende des Konzerts trat Alexander Ahner wieder auf den Plan, nun hatte er sich Joe Cocker verschrieben. Als könnte man ihn von der Stimmgewalt des Originals nicht unterscheiden, gab er unter anderem „With a littele Help from my friends“ und „You can leave your hat on“ zum Besten. Cockers letztes Werk „Fire it up“ bildete das Finale dieses eindrucksvollen musikalischen Abends. Da es das Publikum nicht auf den Plätzten hielt und ein stürmischer Applaus durch die Halle fegte, wurden drei Zugaben gegeben, bevor Josef Retter für diesen Abend den Taktstock senkte.